Berufsorientierung für Jugendliche. Schule, Wirtschaft, Arbeitsleben
Pressemeldung vom 20.12.2000
Bielefelder Universitätszeitung 204/2000, S. 21f
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Berufsorientierung für Jugendliche. Schule, Wirtschaft, Arbeitsleben
(BUZ) Die Universitäten Bielefeld und Flensburg haben damit begonnen,
das in diesem Jahr vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
aufgelegte und geförderte Programm "Schule, Wirtschaft, Arbeitsleben"
wissenschaftlich zu begleiten. Das Programm soll den Übergang Jugendlicher
von der Schule in die Berufsausbildung verbessern.
Die Leitung der wissenschaftlichen Begleitung haben in Flensburg Prof.
Dr. Gerd-E. Famulla vom Institut für Politik und Wirtschaft und ihre
Didaktik und in Bielefeld Volker Möhle, Leiter des Zentrums für
Lehrerbildung. Derzeit werden 23 innovative Projekte der Länder und
Sozialpartner gefördert, die auf unterschiedlichen Wegen die zahlreichen
Orientierungs-, Kompetenz- und Koordinationsprobleme an der sogenannten
ersten Schwelle zwischen Schule und Wirtschaft bearbeiten. Zum Programm
gehört auch ein Projekt, das an der Universität Bielefeld unter
Leitung von Prof. Dr. Dieter Timmermann durchgeführt wird und die
Entwicklung von neuen Konzepten zur betrieblichen wie akademischen Berufsorientierung
von Schülerinnen und Schülern zum Gegenstand hat (im Internet
unter: www.bielefeld.swa-programm.de).
Die Wissenschaftliche Begleitung des Programms hat die Aufgabe, eine wissenschaftsgestützte
Evaluation der beteiligten Projekte durchzuführen. Hierzu gehören
die Beratung der Projekte in Bezug auf die Programmziele sowie Zwischen-
und Abschlussgutachten. Zusätzlich vernetzen sie die Projekte durch
eine Internetplattform. Um den produktiven Austausch zwischen den Projektmitarbeiterinnen
und -mitarbeitern zu fördern, organisiert die Wissenschaftliche Begleitung
außerdem zweimal im Jahr Fachtagungen. Die Erfahrungen in den Projekten
und die inhaltliche Auseinandersetzung mit Schwerpunktthemen des Programms
"Schule, Wirtschaft, Arbeitsleben" stehen dabei im Vordergrund.
Die erste Fachtagung mit 120 Beteiligten fand im September in der Johannes
Gutenberg-Universität in Mainz statt. Neben den Projektmitarbeiterinnen
und -mitarbeitern nahmen weitere Projektbeteiligte aus Ministerien, Schulen,
Unternehmen, Gewerkschaften, Kommunen, Hochschulen und Bildungsverwaltung
an der Tagung teil. Schwerpunkt war ein erster Informationsaustauch über
die Startphase sowie die Präsentation der Projekte auf dem "Markt
der Möglichkeiten".
Nach Einleitung in die Tagung wurden seitens der Wissenschaftlichen Begleitung
vier parallel arbeitende Workshops zu ersten Projekterfahrungen und -ergebnissen
moderiert:
- Einleitungsvortrag von Prof. Dr. Gerd-E. Famulla, Universität
Flensburg: "Schule, Wirtschaft,
Arbeitsleben - ein Programm sucht und fördert neue Wege zur Stärkung
von Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit von Jugendlichen"
- Workshop I: Wie verläuft die Kooperation zwischen den
Projektbeteiligten (insbesondere den Schulen, weiterführenden Bildungseinrichtungen,
Betrieben und dem Arbeitsamt) zur Erhöhung der Berufswahl- und
Ausbildungsfähigkeit? (moderiert von Dr. Birgit Schäfer, Universität
Flensburg).
- Workshop II: Wie kann das Internet für das Programm und
seine Projekte genutzt werden? (moderiert von Maik Jablonski, Universität
Bielefeld).
- Workshop III: Wie gestaltet sich der Übergang "Schule,
Wirtschaft, Arbeitsleben" für besondere Gruppen von
Schülerinnen und Schülern? (moderiert von Dipl.-Soz. Christiane
Maschetzke, Universität Bielefeld).
- Workshop IV: Vorberufliche Handlungskompetenz: u.a. neue Formen
von Betriebspraktika, Bearbeitung realer betrieblicher Aufgaben, Existenzgründung,
Berufswahlpass (moderiert von Dipl.-Geogr. Sven Deeken, Universität
Flensburg).
Die Ergebnisse der Workshops
sind auf der Homepage des Programms abrufbar: www.swa-programm.de. Die
Dokumentation der ersten Fachtagung mit den Protokollen der Workshops,
den gehaltenen Vorträgen und Präsentationen aller beteiligten
Projekte kann bei der Wissenschaftlichen Begleitung des Programms "Schule,
Wirtschaft, Arbeitsleben" angefordert werden: Universität Flensburg,
Telefon 0461/3130-421; Universität Bielefeld, Telefon 0521/106-4251
oder 106-4250; E-Mail: kontakt@swa-programm.de.
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