Workshop "Neue Medien und Berufsorientierung" des Programms "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben"
Pressemeldung vom 29.11.2001
Mitteilungen Universität Flensburg Nr. 30, S. 14f
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Workshop "Neue Medien und Berufsorientierung" des Programms
"Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben"
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Am 06. und 07. November 2001 fand im Rahmen des von den Universitäten
Flensburg und Bielefeld wissenschaftlich begleiteten Programms "Schule
- Wirtschaft/ Arbeitsleben" ein Workshop zum Thema "Nutzung
neuer Medien für die Berufsorientierung" statt. Etwa 60 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer aus nunmehr 34 vom BMBF und von der EU in allen Bundesländern
geförderten Projekten trafen sich im Pädagogischen Institut
Nordhessen in Fuldatal.
Nach der Eröffnung des Workshops durch Ministerialrat Klaus Luther
vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Prof. Dr. Gerd-E.
Famulla von der Universität Flensburg sowie der Vorstellung der beiden
hessischen Projekte hielt der Leiter des Bielefelder Zentrums für
Lehrerbildung Volker Möhle einen Vortrag zum Thema "Neue Medien
und Berufsorientierung". Anschließend wurden in verschiedenen
Foren unterschiedliche Möglichkeiten zur Nutzung des Internets für
die Berufsorientierung vorgestellt und diskutiert. Es folgte eine praktische
Demonstration des Telelearning durch ein hessisches Projekt (Internet-gestützte
Lehrerfortbildung). In einem abschließenden Plenum wurden die Arbeitsergebnisse
der Foren diskutiert.
Zentrale Thesen zur Nutzung des Internet für die Berufsorientierung
lauteten:
- Internet-Angebote zur Berufsorientierung schaffen sich unter bestimmten
Voraussetzungen selbst eine Nachfrage. Entwicklung kommt nicht durch
Nachfrage zustande, sondern durch das Angebot.
- Berufsorientierung kann auch darin bestehen, berufliche Anforderungen
vorweg zu nehmen. Ferner können über das Interesse an neuen
Medien Bezüge zwischen der Lebenswelt Jugendlicher und der Arbeitswelt
hergestellt werden.
- Medienkompetenz hat verschiedene Dimensionen für "Erwachsene"
(Lehrkräfte, Ausbilder) und für Jugendliche. Daraus folgt,
dass Internetseiten zielorientiert aufgebaut werden müssen.
- Hohe Anfangskosten sind gerechtfertigt, zumal sich angesichts der
realen Entwicklung in der Arbeitswelt für den Bildungsbereich keine
Alternative stellt. Nur so kann die "digitale Spaltung" zwischen
Nutzenden und Nichtnutzenden verringert werden. Zudem relativieren sich
die Investitionen durch niedrige Fol-gekosten.
- Häufig auftauchende Schwierigkeiten bei der Nutzung neuer Medien
sind technische Probleme, unzureichende individuelle Qualifikationen,
finanzielle Hürden, fehlende kollegiale Akzeptanz sowie eine Überlastung
Einzelner.
- Die Akzeptanz elektronischer Kommunikation wird von folgenden Faktoren
positiv beeinflusst: einem definierten Benutzerkreis, wechselseitiger
persönlicher Bekanntschaft, der subjektiven Nützlichkeit des
Austausches und der Themen sowie einem Interesse an "öffentlicher"
Präsentation.
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